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Medien-Inhalte fürs Handy: Nach langem Warten ist die Nachfrage endlich da, aber kann die Wirtschaft auch über 2010 hinaus davon profitieren?


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London, 18. Dezember 2009: Wie Screen Digest Ende letzten Jahres prognostiziert hat, war 2009 bisher das erfolgreichste Jahr für Mobile Content – trotz schwierigem ökonomischen Klima und einem rückläufigen Handy-Geräte-Markt. Die Belebung des Marktes ist in erster Linie auf den Erfolg von Apples App Store zurückzuführen. Der Mobile Content Markt hat das Potential, die führende Kraft in der Medienindustrie in 2010 und darüber hinaus zu werden.
(http://www.screendigest.com/online_services/intelligence/mobile/index_html)

Neuesten Studien von Screen Digest's Mobile Intelligence Service zufolge, werden sich die Einnahmen aus zusätzlichen Handy-Dienstleistungen, außer Sprach- und Mitteilungsdiensten, auf 100Mrd Euro bis Ende 2013 verdoppeln. Davon werden 8,6Mrd Euro von hochwertigen Medieninhalten, wie mobiles Fernsehen, Spiele und Musik erzeugt, ein Wachstum von 50% gegenüber 2009.

Die Puzzleteile kommen endlich zusammen

Mehr als ein halbes Jahrzehnt nach der Markteinführung der 3G Technologie, hat die Industrie endlich die richtigen Zutaten gefunden, um ansprechende Inhalte für Handys anzubieten. Die wachsende Popularität von Smartphones mit Multimedia-Funktionen sowie das Erscheinen offenerer Distributionskanäle wie Apples App Store und Googles Android Market gab den Anstoß für den Mobile Content Markt.

Der neuesten Screen Digest Studie zufolge, wird Apples App Store bis Ende 2013 1,3Mrd Euro aus 7Mrd Downloads generieren. Nicht alle Provider von Applikationen werden ebenso erfolgreich sein und das Smartphone/App Shop Modell wird einige Zeit brauchen, um den Massenmarkt zu erreichen.

Die rasant wachsende Zahl von App Shops und dazugehörigen Entwickler-Plattformen stellt eine Gefahr dar – sie erzeugt eine unnötige Fragmentierung des Marktes. Screen Digest glaubt, dass die Konsolidierung des Marktes noch eine Weile auf sich warten lässt, da die großen Firmen hinter diesen Shops, wie Apple, Google, Nokia, Samsung, Microsoft, Vodafone und Orange, gerne miteinander konkurrieren werden. Außerdem bietet die Größe des Handymarktes momentan noch genug Raum für alle.
Von Musik über Spiele, zu Video und TV – Handys werden ein wichtiger Teil des Globalen digitalen Medienmarktes sein

Obwohl die Medienindustrie noch weit davon entfernt ist, mit Handys ebenso viel Umsatz zu erzeugen wie mit anderen Plattformen, kann es doch helfen, die rückläufigen Verkaufszahlen bei Mobiltelefonen zu kompensieren. Darüber hinaus bieten sich neuen Verdienstmöglichkeiten. In der Musikindustrie werden Handy-Angebote von Music-on-Demand Webseiten wie Spotify und Deezer genutzt, um ihre Kunden von kostenlosen Downloads zu Premium-Diensten upzugraden. Die Einnahmen aus Musikangeboten fürs Handy werden voraussichtlich um 25% in den nächsten 4 Jahren steigen, und bis Ende 2013 3,2Mrd Euro erreichen, trotz eines signifikanten Rückgangs bei den Klingelton-Verkäufen.

Die direkten Vermarktungskanäle, die sich durch Mobile Content eröffnen, erlauben es Videospiel-Produzenten höhere Profitspannen zu erzielen. Einnahmen aus Handyspielen, die durch Betreiberportale und Apples App Store vertrieben werden, werden Schätzungen zufolge um 40% in den nächsten vier Jahren ansteigen und bis 2013 2,8Mrd Euro erreichen.

Screen Digest ist zuversichtlich, dass sich Mobiltelefone zunehmend in tragbare Media-Player verwandeln, die Nachfrage nach kostenpflichtigen mobilen Video-on-Demand-Angeboten (VoD) wird steigen und der Handy-Markt wird letztendlich ein wichtiger Bestandteil des globalen VoD Marktes werden. Handys bieten eine viel bessere Grundlage für kostenpflichtige VoD Angebote, da hier, anders als zu Hause, auf die Inhalte nicht so einfach anderweitig kostenlos zugegriffen werden kann. Daher werden sich die Einnahmen aus Mobil Video im Laufe der nächsten vier Jahre auf 1,7Mrd Euro verdoppeln, das stärkste Wachstum ist dabei in 2010 zu erwarten.

Während 2009 ein deprimierendes Jahr für Handy TV war, bietet die Fußballweltmeisterschaft 2010 eine Möglichkeit, den Markt anzuregen. Ob die plötzlich erhöhte Nachfrage auch über die Weltmeisterschaft hinaus anhalten wird, bleibt abzuwarten. Global gesehen wird sich die Anzahl von Handy-TV-Nutzern in den nächsten drei Jahren verdoppeln und bis Ende 2013 230Millionen erreichen, mit Einnahmen um die 1,8Mrd Euro. Mit einer Population von 1,5Mrd Handynutzern im Jahr 2013, schicken sich China und Indien an, mehr Umsatz aus Handy TV Angeboten zu generieren als Europa und Nordamerika zusammen.

Ronan de Renesse, Senior Analyst bei Screen Digest, sagt: "Firmen wie Apple und Google haben frischen Wind in die Mobile Content Industrie gebracht, indem sie das Ökosystem geöffnet haben. Dadurch geben sie sowohl Softwareentwicklern als auch den Anbietern von Inhalten mehr Flexibilität, ermutigen Innovation und erhöhen die Aufmerksamkeit der Kunden. Während 2009 bewiesen hat, dass es eine starke Nachfrage nach Mobile Content gibt, wird es 2010 vor allem darum gehen, die Nutzung aufrecht zu erhalten. Sinkende Preise in Kombination mit exponentiell steigenden Datenmengen bedrohen die Rentabilität von eigenständigen Anbietern. Die Erfolge von 2009 könnten die Albträume von 2010 werden."

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